Bereits seit geraumer Zeit fordern verschiedene Sozialverbände und Politiker eine Erhöhung der Hartz IV Regelsatzes auf mindestens 500 Euro. Zum 01.01.2021 wurde der Hartz IV Regelsatz jedoch lediglich um 14 Euro von 432 Euro auf 446 Euro erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung um ca. 3,24 Prozent. Wie realistisch eine zeitnahe Hartz IV Erhöhung auf 500 Euro ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Hartz IV Erhöhung des Regelsatzes 2022

Die Nachricht über die geplante Erhöhung des Hartz IV Regelsatzes im kommenden Jahr hat bei den meisten Betroffenen größtenteils Wut Spott ausgelöst. Viel die Erhöhung schon im vergangenen Jahr mit gerade einmal 14 Euro (+3,24%) eher gering aus, wirkt die geplante Anpassung des Regelsatzes für das Jahr 2022 wie ein schlechter Scherz.

Hartz 4 Erhoehung 500 Euro 1

Gerade einmal um 3 Euro soll es im kommenden mehr geben. Für Kinder im Alter von 0 bis 13 Jahren steigt der Satz lediglich um 2 Euro pro Monat ein. Gerade im Hinblick auf die immer weiter steigenden Strom- und Versorgerpreise brechen für Hartz-IV-Empfänger scheinbar noch schlechtere Zeiten an. Ein Armutszeugnis, das seinesgleichen sucht.

Bedarfsstufen 2020 und 2021 im Vergleich

Bedarfsstufe20212020
Regelbedarfsstufe 1
(Regelbedarf für Alleinstehende/ Alleinerziehende)
446 €432 €
Regelbedarfsstufe 2
(Volljährige Partner innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft)
401 €389 €
Regelbedarfsstufe 3
(Erwachsene Behinderte in stationären Einrichtungen)
357 €345 €
Regelbedarfsstufe 3
(U25-Jährige im Haushalt der Eltern bzw.
Strafregelleistung für ohne Zustimmung ausgezogene U25)
357 €345 €
Regelbedarfsstufe 4
(Kinder 15 bis unter 17 Jahre)
373 €328 €
Regelbedarfsstufe 5
(RL für Kinder von 6 bis unter 14 Jahre)
309 €308 €
Regelbedarfsstufe 6
(Kinder 0 bis 5 Jahre)
283 €250 €

Hartz IV Erhöhung oder doch eher Kürzung?

Eine Erhöhung des Regelsatzes um weniger als 1% gleicht rein rechnerisch nicht einmal die Inflation aus. So gesehen stellt die angestrebte Erhöhung viel mehr eine Kürzung des Regelsatzes dar – im Juli 2021 lag die Inflation bei rund 3,8%. Die kontinuierliche Anpassung der staatlichen Grundsicherung wird auf Basis der Preis- und Lohnentwicklung berechnet und ist staatlich geregelt. Hierbei macht die Preisentwicklung 70% und die Lohnentwicklung 30% aus.

Was wir beobachten können ist jedoch eine gänzlich andere Realität: die staatlichen Leistungen entfernen sich seit Jahren nur noch weiter vom tatsächlichen Bedarf der Menschen. Die Erhöhungen fallen mit Blick auf die steigende Inflation deutlich zu niedrig aus.

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Verband fordert Erhöhung auf mindestens 600 Euro

Bereits für das Jahr 2021 hat die Paritätische Forschungsstelle berechnet, dass ein sachgerecht ermittelter Regelsatz bei mindestens 644 Euro anstatt bei aktuell 446 Euro liegen müsste. Gemeinsam mit Gewerkschaften, sozialen Organisationen und Wohlfahrtsverbände fordert der Verband daher eine schnellstmögliche Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes auf mindestens 600 Euro. Eine Hartz IV Erhöhung ist dringend erforderlich – das machen die Verbände deutlich.

Hartz 4 Erhoehung 500 Euro 2

Der Paritätische kritisiert insbesondere, die Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf die Ermittlung des Regelbedarfs.

Wie realistisch ist eine zeitnahe Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes?

Obwohl Verbände, Aktivisten und auch einige Politiker vehement auf eine gerechte und realistische Anpassung des Regelsatzes pochen, wird diesem Anliegen im aktuellen Tagesgeschehen kaum Beachtung geschenkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Regelsätze in den kommenden Jahren drastisch angehoben werden, um eine faire und angepasste Versorgung zu ermöglichen, scheint jedoch weiterhin gering zu sein.

Es lohnt sich auch ein Blick auf die Entwicklung des Regelsatzes über die letzten zehn Jahre:

JahrHartz-IV-RegelsatzErhöhung in %
2012374 €
2013382 €2,14
2014391 €2,36
2015399 €2,05
2016404 €1,25
2017409 €1,24
2018416 €1,71
2019424 €1,92
2020432 €1,89
2021446 €3,24